Wollen Sie 2,3 Millionen Schulden für Kunstrasen?

2,6 Millionen für den Umbau, bzw. die Sanierung des lokalen Fussballclubs. Der Gemeinderat hält dies für angemessen und hat beschlossen, dafür einen Kredit aufzunehmen - vorausgesetzt, wir Stimmbürger sagen ja. Allein etwa 2,3 Mio für einen Kunstrasen. Die vernünftige Lösung - Naturrasen - ist etwa 3x günstiger.

Muss zuerst verdient werden.

Das was selbst politisch Interessierte Tägerwiler noch Anfang April dieses Jahres für ein blosses Gerücht hielten, wurde an der Gemeindeversammlung (GV) vom 29. Mai zur Gewissheit.

Zunächst in der zugesandten Broschüre Rechnung 2017 im Vorwort als Blitzlicht für 2018 angekündigt: Eine vom Gemeinderat eingesetzte Arbeitsgruppe befasst sich mit dem Projekt Kunstrasenplatz im Gebiet der heutigen Sportanlage.

Es ist angedacht, dass dem Souverän an der Gemeindeversammlung vom 3. Dezember 2018 ein entsprechendes Kreditbegehren unterbreitet wird

wurde weiter auf Seite 18 ergänzt:

Für Planungskosten im Zusammenhang mit einem Kunstrasenplatz wurden 20’000 Franken aufgewendet.

Aus der Präsentation an der Versammlung ging weiter hervor, dass die Arbeitsgruppe für dieses Projekt bereits im Juli 2017 eingesetzt wurde und auch wer die Mitglieder dieser Gruppe sind. Gerne wollte ich meine Recherchen und meine Haltung zu diesem Vorhaben in dieses Gremium einbringen, weshalb mich Miriam Löffel an der Versammlung als weiteres Mitglied dieser Gruppe vorgeschlagen hat. Der Antrag wurde abgelehnt mit der Begründung, dass

die Diskussion kann geführt werden, sobald alle Fakten zusammengetragen sind.

Hier der Auszug aus dem Protokoll dieser Versammlung:

Information zum Kunstrasenkredit
Information zum Kunstrasenkredit. Öffentliche Info an der Gemeindeversammlung vom 29.5.2018

Nach dieser offiziellen Endstation vereinbarte ich einen Termin mit einem Mitglied der erwähnten Arbeitsgruppe, um diese Inputs einzureichen:

Dem Projekt liegt die Idee, bzw. das Problem des FC Tägerwilen zugrunde, dass die Trainigs- und Spielplätze bei schlechten Wetterverhältnissen nicht bespielbar sind.

Eine Investition von ca. 2,3 Mio Franken hierfür dem Steuerzahler nicht zugemutet werden soll.

Die Unterhaltskosten für ein künstliches Fussballfeld erheblich sind und im Vorschlag zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht berücksichtigt.

Eine Offenlegung der Zahlen über die Belegung der einzelnen Trainigs- und Spielfelder seitens der Leitung des FC Tägerwilen sei notwendig.

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Hier zu Ihrer Orientierung der Situationsplan aus dem Grundbuch.

Soviel als Einführung ins Thema, zu dem ich in den folgenden Wochen weitere Beiträge publizieren werde, damit möglichst viele Gesichtspunkte zusammengetragen werden:

Zusammensetzung der jährlichen Kosten

Umlage der Kosten pro Spieler (Tägerwiler und Auswärtige)

Umweltbelastung durch Kunstrasen

Rentabilitäts-Beurteilung des Kunstrasens in Abhängigkeit zu den Belastungsstunden pro Spielfeld

weitere

Ich freue mich, wenn Sie aus Interesse wieder hier reinschauen.
Mit kritischer Tägerwiler Stimme, Hans Riethmann

Beitragsbild ©waelkhalil