Wird an Gemeindeversammlungen diskutiert? Und wer nimmt daran Teil?

Wer behauptet, die Gemeindeversammlung sei ein wichtiges demokratisches Instrument, weil hier diskutiert und nach Lösungen gesucht wird, sollte die Argumente von Prof. Andreas Ladner kennen.

Auszug aus Beitrag über die Urform der Schweizer Demokratie. Von Andreas Ladner. Quelle Swissinfo

GESCHÄTZTE LESER

danke, dass Sie sich hier auf der Internetseite der Tägerwiler Stimme informieren. Dieser Beitrag ist nur eine kleine Übersicht von Argumenten, die man – auch wenn man sich emotional der traditionellen Gemeindeversammlung (GV) nahe fühlt – kennen und berücksichtigen sollte.

Die Besucherzahlen der GVs werden Schweizweit immer tiefer. Bei uns in Tägerwilen waren zuletzt am 29. Mai 2018 lediglich 97 Bürger dabei und 2299 blieben fern. Für einen Entscheid, den hinterher allesamt mittragen müssen, reichten somit 49 Stimmen als Mehrheit!

WIE LANGE SOLL MAN NOCH WARTEN, UM AUF EIN GERECHTERES MODELL UMZUSTEIGEN?

Die Stimmen, die für die Erhaltung der bisherigen Form sind, finden in den vorliegenden Ausschnitten aus der swissinfo.ch die Belege dafür, dass die demokratische Diskussion eben nicht an der Gemeindeversammlung stattfindet.

Und übrigens: Wenn über alle Geschäfte der Stimmbürger brieflich abgestimmt werden kann, gibt es im Vorfeld eine Infoveranstaltung. Hier kann im gleichen Rahmen diskutiert werden und selbstverständlich können alle wie bisher einen gemeinsamen Apèro hinterher geniessen. Nur heisst die Veranstaltung nicht Gemeindeversammlung, sondern Informationsveranstaltung.

 

Wer nimmt an Gemeindeversammlungen TeilJPG

Beide Bildtexte sind von Andreas Ladner – Professor am Institut für öffentliche Verwaltung der Universität Lausanne (IDHEAP).

Quelle: Sind Gemeindeversammlungen noch zeitgemäss?
https://www.swissinfo.ch/ger/direktedemokratie/urform-der-schweizer-demokratie_sind-gemeindeversamml…